Entwicklung

So bietet das Energieportal ausserdem endlich die Möglichkeit, den Leistungsfaktor korrekt zu steuern und Blindleistung ggf. zu verrechnen. Ohne EP-Grid ist es unter Umständen so, dass ein Anlagenbetreiber, dessen Weg zum UW zum Beispiel kürzer ist als der eines weiteren hier einspeisenden Betreibers die Blindleistungsverluste dieses Betreibers ausgleicht. Dafür wird er aber häufig nicht bezahlt und diese Beträge addieren sich zu nicht unerbeblichen Summen.
Mit EP-Grid ist das vorbei. Wenn ein Anlagenbetreiber für den anderen eine Dienstleistung erbringt - sei es in Form von Wirk- oder Blindleistung oder beidem - dann wird dies mit EP-Grid lückenlos dokumentiert und klar abgerechnet.

Aufgrund der relativ komplexen Problematik, die hier vorliegt, ist so bei den Firmen ABE die Idee entstanden, eine Steuerung zu entwerfen, die eingreift, bevor die Wirtschaftllichkeit eines Umspannwerks beeinträchtigt wird.

Wenn sich der Betreiber eines Umspannwerks also für den Erwerb von EP-Grid entscheidet, kann er seine Erlöse sofort wie langfristig deutlich erhöhen.

Die Zusammenarbeit der beiden Firmen kam über den Kontakt mit einem Umspannwerk-Betreiber zustande. Bei ihm ist der Prototyp von EP-Grid in Betrieb.

In der Regel speisen mehrere Energieanlagen-Gesellschaften an einer Netzanschlussanlage ihre dezentral erzeugte Energie ein. Häufig gibt es Probleme wegen der sog. Erzman-Regelung der Verteilnetz-Betreiber.

Letztere sind die sogenannten Stromversorger wie e.on, RWE usw. Sie bestimmen mit ihrem Erzeugungsmanagement, der 'Erzman-Regelung', wieviel Leistung wann von welchem Umspannwerk in ihr Netz eingespeist werden darf. Ist das Netz überlastet, wird also zuviel Energie eingespeist, geben die Stromversorger eine Anweisung an die Umspannwerke bzw. an die Leitrechner der hier einspeisenden Anlagen, dass diese ihre Leistung reduzieren müssen.

Diese Aufforderungen zur Leistungsreduzierung sind absolut verbindlich. Speist ein Umspannwerk weiter mehr Leistung ein, als nach der Anweisung erlaubt, wird es abgeschaltet.

Es war bisher nicht möglich heraus zu finden, welche der betroffenen Anlagen die Leistung nicht - wie gefordert - reduzierte. Finanziell dafür gerade stehen müssen aber alle Anlagenbetreiber.
Bis dato gab es keine Möglichkeit, eine Abschaltung zu verhindern. Die Netzanschlussverträge der Betreiber mit den Stromversorgern regeln dies eindeutig: Bei zu hoher Einspeisung wird abgeschaltet.

Das war nur auf technischem Weg zu ändern. Und zwar indem man die einzuspeisende Leistung der einzelnen Windparks oder anderer dezentraler Anlagen im Umspannwerk der Erzman-Regelung gemäß steuert. Genau das - und noch einiges mehr - leistet EP-Grid.